Re: Hotel Alexandra, Fluglärm,Kamari, Fira, Preise und sonstige Überraschungen


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Abgeschickt von hans-jürgen am 25 Juni, 2002 um 09:39:32

Antwort auf: Hotel Alexandra, Fluglärm,Kamari, Fira, Preise und sonstige Überraschungen von Marcel und Steffi am 23 Juni, 2002 um 11:32:54:

solche ausführlichen beiträge wünsche ich mir öfters hier im forum!
DANKE
hans-jürgen


: Hi all,
: vorab möchten wir uns bei allen bedanken, die uns vor unserer Reise diverse Infos zukommen lassen haben. Danke.
: Es war unser schönster Urlaub.
: Und hier unseren eigenen Erfahrungen:

: Wir waren vom 8. bis zum 22. Juni dort. Die erste Woche war es noch ruhig und verhalten auf Santorini, in der 2. Woche allerdings konnte man merklich spüren, dass es von Tag zu Tag voller wurde. Wenn nochmanl Santorini, dann Mitte/Ende Mai.

: 1. Zum Hotel Alexandra in Kamari
: Das Hotel ist recht nett, wenn man da richtige Zimmer bekommt. In der ersten Woche hatten wir Zimmer 33, direkt hinter der Rezeption. Da das Hotel sehr hellhörig war, hat man alles was sich im Hotel abging, mitbekommen. Dieses Zimmer und die Zimmer 34 und 32 auf keinen Fall nehmen!!! Da wir in dieser Woche so gut wie nicht geschlafen haben und dann am 5. Tage im Nachbarzimmer die ganze Nacht die Spülung lief und es so richtig schön plätscherte, sind wir morgens zur Rezeption gegangen, um ein neues Zimmer zu bekommen. Man ist uns sofort mit viel Verständniss entgegen gekommen hat uns daraufhin ein viel besseres Zimmer(55)gezeigt, welches wir sofort bezogen haben. Riesiger schöner Balkom, Blick auf den Berg Profit Elias.
: Ansonsten sehr zuvor kommendes und freundliches Personal. Wenn kleinere Mängel beanstandet wurden, so wurden diese sofort beseitigt.
: Was die Lage des Hotels angeht, so ist man geteilter Meinung; (eigene Meinungen)
: Positiv ist auf jeden Fall, das dieses am Ende der Kamari Beach-Meile liegt, denn da ist echt jeden Abend die Hölle los. Moppeds, Autos, Scooter, Music, Hupen usw... Die Entfernung vom Hotel bis zu dieser Meile ist zu Fuß am Strand entlang in 5 Minuten und der Strasse entlang ca. 7-9 Minuten.
: Entfernung zum Strand keine 2 Minuten.
: Aber jetzt!!!! Da ganz Kamari in der Einflugschneise des Flughafens liegt, und dieses Hotel am Ende von Kamari, ist es bis zum Flughafen nicht wirklich weit, ca. 500 Meter Luftlinie. Die Flieger donnern so richtig schön über das Hotel drüber, und das manchmal im 5-Minuten-Takt, so ca. 7-12 Flieger pro Tag. Der erste je nach Tag morgens um 7:00 Uhr und Nachts gegen 0:30 Uhr. Aber auch das ist noch so gerade erträglich, denn im Katalog stand geschrieben "gelegentlicher Fluglärm", WENN DA NICHT NOCH eine Kleinigkeit wäre.
: Wir wissen nicht, ob das jedes Jahr so ist oder nur dieses Jahr, um die Touris zu vergraulen, aber in den letzten 4 Wochen sind von Montags bis einschliesslich Donnerstags ab 9:30 Uhr morgens Militärjets über unsere Köpfe gedonnert, mit so einem extremen getöse, das das O-Saftglas beim Frühstück an zu vibrieren fing und man sich die Ohren zuhalten musste, wenn man keinen Gehörschaden davon tragen wollte. Die Jets flogen so tief, dass ich sie mit einem Stein vom Strand hätte bewerfen können (Auf die Reaktion des Piloten wäre ich gespannt gewesen.). Es reichte ja nicht nur der Fluglärm dieser Maschienen aus, um die Touris zu ärgern, nein der Dreck und die Abgase und der Sprit/Kerosin-Gerüch waren schon ein Feeling der etwas extremen Art. Auch dass wäre noch in Ordnung, wenn dieses einmal am Tag vorgekommen wäre, aber das Szenario spielte sich folgernderweise ab: 2-3 Militärjets setzten morgens zur Landung an, kamen kruz mit dem Boden in kontakt, starteten dann aber wieder durch, drehten eine grosse Runde und wiederholten diesen Vorgang bis zu 4 mal am Tag, und das jeder dieser 2-3 Flieger. Danach nicht genug: Wenn sie dann doch mal gelandet waren, standen sie am Ende des Rollfeldes, ca. 600 Meter vom Hotel entfernt und liessen den ganzen Tag die Turbinen laufen. Keine Ahnung warum. Mal wurde wieder etwas mehr Gas gegeben, dann mal wieder weniger. Die absolute Hölle. Den ganzen Tag die lauten Turbinengeräusche und der Kerosingestank. Was noch erschwert hinzu kam, ist dass der Wind zu dieser Zeit aus nördlicher Richtung kam und die Geräusche und den Dreck direkt ins Hotel geblasen haben. Echt kein Spass!!!
: Es tut mir nur um das Hotel Leid, da dieses natürlich der Leidtragende ist. Das soweit zu Hotel Alexandra.
: Kamari selber istganz nett wenn man etwas Trubel haben möchte.Die Meile ca.2,5 km lang, Restaurants, Hotels, Tavernen, Supermärkte und Motoradverleih dicht an dicht gedrängt. Die Restaurants sind z.T. ganz nett und schön eingerichtet. Die Preise sind überall gleich hoch, das Essen mal sehr gut bis "geht so gerade noch".
: Das Stück der Meile direkt am Strand ist sehr schön mit Blick aufs Meer und dort wird man nicht so aufdringlich angequatscht, wie am Stück der Meile zum Berg hin. Unerträglich. Man läuft dort her, wird freundlich angesprochen und aufgefordert sich die Speisekarte anzuschauen, entgegnet man dieser mit einem wirklich freundlichen "Nein", so kann es durchaus passieren, dass man so richtig NETT angepöbelt wird. Ich weiss nicht, ob man sich so etwas bieten lassen muss und ob sich die Eintreiber diese überhaupt erlauben dürfen. Kleines Beispiel: Wir werden auf englisch angesprochen "Please come to see the menue, it`s very good" (Bitte und sehen Sie sich das Menü an, es ist sehr gut) und wir antworten, da wir noch nichts essen wollten und erst einmal schauen wollten (unser erster Abend) mit den Worten "Thank you, maybe later". Nach dieser Antwort kam dann patzig zuück "Maybe later, maybe later, maybe never" plus einem Teil griechischen Gesabbel. Da hatten wir schon den Kaffee auf und haben seit dem diesen Teil der Meile gemieden.
: Zu den Preisen, sie sind so ziemlich einheitlich auf der ganzen Insel, egal wie abgelegen die Taverne auch ist. Perissa ist meine ich etwas günstiger, aber ich kann mich aber auch irren. Ich bin davon überzeugt, der "TEURO" ist auf Santorini erfunden worden. Da kommen zum Teil nicht einmal die deutschen Preise mit. Zum Teil verständlich, da fast alles von ausserhalb eingeführt werden muss. Doch wenn ich in ein Restaurant gehe, mir etwas zu essen bestelle und dann als Cover Brot dazu bekomme, sehe ich nicht ein, warum ich für 2 Scheiben Weissbrot 1,5€ zahlen muss. Mit 2 Personen bin ich dann mal eben 6 DM los für nur 4 Scheiben Brot, wobei ich im Supermarkt 70 Cent für ein ganzes Brot bezahle. Ein Unding ;-(
: Trotz alle dem haben wir uns dadurch die gute Laune nicht verderben lassen. Wir haben uns damit im Urlaub abgefunden und uns dementsprechend verhalten. Dann gab es auch mal Abends Tzaziki, eingelegte Weinblätter und Brot aus dem Supermarkt (zusammen ca. 4,6 €, und schmecket eben so gut).
: Zur Insel selber, einfach fantastisch, unbeschreiblich schön. Der Blick in die Caldera, auf die anderen Inseln, der Sonnenuntergang, die Städte Fira, Oia, Emporio, der Hafen von Thirasia, die anderen Häfen...wunderschön.
: Mit dem Roller/Scooter kann man wirklich ÜBERALL hin. Wir hatten den Scooter 4 Tage lang (46€ Moto Inn all incl.) und haben die ganze Insel abgeklappert. Von Akrotiri mit dem Red Beach über Kampia Beach, Kap Akrotiri, Emporio, Port Athinios, Fira, Pyrgos, Oia, Kap Nikolaos und den Strand Baxedes.
: Zu diesen Stellen könnte ich mich richtig auslassen, werde aber nur kurze Kommentare abgeben:

: Perissa: gutes Restaurant Meltemi, Strand OK, Meile nicht so überlaufen wie Kamari.

: Emporio Altstadt: ein Muss für die die auf kleine,schöne, enge Gassen und Häuser stehen. Gutes Orientierungsgefühl voraussetzung. Einfach Irre!

: Red Beach: Haben uns etwas erschrocken, das nach einiger Kletterei plötzlich ein völlig überladener Strand hinter den Felsen auftauchte, Anblick der Bucht super, wenn keine Sonnenschirme und Liegen diesen Anblick ein wenig trüben würden.

: Kampia Beach: der Weg dort hin mit dem Roller eine herausforderung für jeden Motorcross-Fahrer, dieses einmal mit dem Scooter zu machen. Kleiner "einsamer" Strand , leider auch schon mit Liegen versehen aber einem schönen Blick auf Red Beach.

: Kap Akrotiri/Leuchtturm: Super Blick auf die Caldera, Sonnenuntergang auch von dort gut zu sehen. Zur linken Seite grandiose Steilküste.

: Pyrgos: Nette kleine Altstadt.

: Fira/Thira: Hier blüht das Leben. Laden an Laden, zur Calderaseite super Ausblick, von hier den Sonnenuntergang mitnehmen, Kraterseitete sehr teures Pflaster, Coole Kneipe "Murphy's" mit Happy-Hour 2 super Cocktails für 7€, Buszentrale der Insel, von hier geht es überall mit dem Bus hin bis nachts 0:00 Uhr. Ganz kleines Restaurant in der Gasse abseits des Kraterrandes mit exzellenter Vorspeisenplatte für 2 (7,5€), einfach gegenüberan die Wand setzen, etwas essen und die Leute beobachten, die an einem sehr nah vorbei gehen. Ein Erlebnis!!!

: Kraterandweg Imerovigli-Fira: gegen Abend wunderschön, hier sind die richtig teuren Appartements, 200€ pro Nacht und aufwärts. Irrer Blick und super gemütlich und ruhig.

: Strand Baxedes: Super Strand, geile Wellen, feiner Sand, ruhig, aber auch schon wieder Liegen, aber nicht voll, Sonnenuntergang gut zu sehen.

: Oia: Ein Erlebnis, ein Schauspiel, wenn man sich zum allabendilchen Sunset in den Gassen und Felsen und sonstigen Plätzen trifft. Empfehlung, selber so gemacht: Flasche Wein, nette Musik z.B. "Cafe del Mar" oder "Kontor Sunset Chill" einschmeissen und richtig easy abhängen und den Sonnenuntergang anschauen und ruhig so lange dort bleiben, bis es dunkel ist, es lohnt sich. Oia selber sehr schöne Gassen und nett eingerichtete Läden mit gehobenen Preisniveau.

: Port Ammoudi/Port Armeni/Kap Nikoloas: Mit Scooter runter zum Hafen, durch den Hafen um die Felsen herum klettern bis zum Ende und dort ins Wasser mit Brille und Schnorchel. Tiefe Einblicke in die Caldera, einige Fische, Unterwasser-Quicksnap empfehlenswert.

: Ich könnte ewig so weitermachen, doch irgendwann muss einmal Schluss sein. Wir sind gestern wieder zu Hause angekommen, und ich muss sagen: leider schon. Wir sind jetzt erst einmal gespannt auf unsere Fotos, 7 Filme verknippst, und wenn wir diese entwickelt haben, werden wir zu Hause das Beschauen der Fotos zelebrieren, mit Santorini Wein aus dem Wein Museum, Tzaziki und eingelegten Weinblättern (7 Dosen mitgenommen) und dazu die Musik, die wir beim Sonnenuntergang gehört haben. Santorini-Feeling eben.

: Viele Grüsse Marcel & Steffi

: Wer Fragen hat, kann sich natürlich an uns wenden.
: Ich werde versuchen in den nächsten Wochen meine Homepage zu gestalten und dort auch zum Thema Santorini einiges einstellen, Fotos usw...




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